Internationale Steuergestaltung die auch heute noch funktioniert – 3 Strategien

Internationale Steuergestaltung die auch heute noch funktioniert - 3 Strategien

In diesem Artikel analysieren wir drei etablierte und erprobte Strategien der internationalen Steuergestaltung und teilen diese in verschiedene Risikoklassen ein. 

Wir konzentrieren uns in der folgenden Darstellung auf drei Beispiele aus der Praxis der internationalen Steuergestaltung, anstatt über zig mögliche Sitzstaaten und Lösungen zu berichten. Die aus diesen drei Strategien gewonnenen Erkenntnisse können dann auch auf andere Gestaltungen übertragen werden. 

Bei den hier aufgeführten Strategien handelt es sich um Beispiele die genau so von uns für einige unserer Mandanten realisiert wurden. Anhand dieser Beispiele, erläutern wir die Prinzipien der internationalen Steuergestaltung und gehen dabei sowohl auf die Wohnsitzverlagerung als auch auf den Unternehmensaufbau im Ausland ein.

Dieser Artikel ist Teil der TaxFree Matrix Serie zur “internationalen Steuergestaltung”

Internationale Steuergestaltung Strategie 1 (Low Risk) – Wohnsitzverlegung nach Malta, Malta Limited Company (LTD) in Kombination einer Holding Gesellschaft in Schottland

Diese Gestaltung garantiert dir maximale Flexibilität und eine Gesamtsteuerbelastung von 5%. 

Hier geht es zum Artikel >>Strategie 1

Internationale Steuergestaltung Strategie 2 (Medium Risk) – Keine Wohnsitzverlegung, Limited Company (LTD) in Irland oder Malta mit Substanz

Es gibt immer wieder Situationen die eine Wohnsitzverlegung nicht möglich machen. Mit dieser Gestaltung zahlst du zwischen 5% und 12,5% Steuern auf dem Unternehmensgewinn. Bei einer Gewinnausschüttung kommt eine weitere Besteuerung hinzu (in Deutschland z. B. 25% Abgeltungssteuer).

Hier geht es zum Artikel >>Strategie 2

Internationale Steuergestaltung Strategie 3 (High Risk) – Keine Wohnsitzverlegung, US C-Corporation (Inc.) in Kombination mit einer Limited Partnership (LP) in Schottland und Malta Limited Company (Ltd.) als Holding mit Substanz

Bei dieser Strategie wird eine US C-Corporation (Inc.) gegründet mit einer steuerlichen Betriebsstätte in den USA. Mittels eines Gewinnabführungsvertrages werden 90% der Gewinn der US-Gesellschaft ohne US-Bezug steuerfrei an die schottische Limited Partnership (LP) ausgezahlt. Die Anteile der schottischen LP wiederum werden von der Malta Holding Gesellschaft mit Substanz gehalten. Die Malta-Gesellschaft kann so die Gewinne der LP steuerfrei vereinnahmen. 

Hier geht es zum Artikel >>Strategie 3

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Unsere Bemerkungen zu den drei vorgestellten Strategien

Für viele Aussenstehende besteht die internationale steuerliche Gestaltung aus einem verwirrenden Mix komplexer Firmengeflechten in der Karibik, Auslandskonten bei unbekannten Banken in Asien und Liechtenstein sowie exotischer Begriffe. Die Realität sieht aber anders aus und weit weniger kompliziert.

Grundsätzlich und vereinfacht gesagt, gibt es zwei Massnahmen die im Rahmen einer internationalen steuerlichen Gestaltung angewendet werden können und dies am besten in Kombination:

  1. Verlegung des Wohnsitzes und Lebensmittelpunktes ins steuergünstige Ausland. Diese Massnahme führt zu einer wesentlichen Minimierung der persönlichen Besteuerung (Einkommenssteuer, Kapitalertragssteuer, Vermögenssteuer)
  2. Gründung und Aufbau einer Gesellschaft im steuergünstigen Ausland. Ziel dieser Massnahme ist, die Optimierung der Unternehmensbesteuerung. 

Es gibt einzig vielfältige Möglichkeiten bei der Wahl des optimalen Wohnsitzstaates und Standortes für die Auslandsgesellschaft.

Nur noch beschränkte Optionen

Die meisten werden sich jetzt wohl fragen: Ist das alles? Geht es wirklich nur um die Wohnsitzverlegung und/oder Gründung einer Auslandsgesellschaft? Gibt es keine “Tricks” oder geniale Strategien um Steuern zu sparen?

Es ist in der Tat wirklich so, dass nur noch begrenzt Optionen zur Verfügung stehen, wenn du als Unternehmer die Steuern optimieren willst. Es läuft immer auf diese zwei Lösungssätze hinaus. Klar sind dies nicht die einzigen Wege die für die Steueroptimierung benutzt werden können. Aber aus unserer Sicht sind es die einzigen, die sicher sind und mit überschaubarem Aufwand umgesetzt werden können. 

Prämissen

Bei diesen drei Strategien gehen wir davon aus, dass du und dein Unternehmen folgende Bedingungen erfüllst:

  • Auslandsgesellschaft bei der ein kurzfristiges Gewinnpotenzial von min. EUR 250.000 pro Jahr realisierbar ist.
  • Der Auslandsbezug muss klar nachweisbar sein – Ort der Leistungserbringung im Ausland, die Kunden befinden sich mehrheitlich im Ausland oder du planst einen Umzug ins Ausland. Eine Kombination dieser Faktoren wäre optimal.
  • Klare wirtschaftliche Gründe für die Gründung einer Auslandsgesellschaft. Der steuerliche Grund sollte lediglich ein positiver Mitnahmeeffekt sein, nicht aber der eigentliche Grund.

Sollte einer der Punkte auf dein Vorhaben nicht zutreffen, sind diese Lösungsvarianten sehr wahrscheinlich für dein Unterfangen nicht geeignet.

Risikoeinstufung

Wir haben alle drei Strategien in drei Risikostufen eingeordnet – low, medium und high. Um so höher die Risikoeinstufung bedeutet nicht, dass die Strategie “illegaler” sind oder dass du ein höheres Risiko eingehst vom Finanzamt “erwischt” zu werden. Bei all unseren Beratungen und Lösungsansätzen gehen wir ohnehin davon aus, dass alle Details der Gestaltung – wo gesetzlich erforderlich – auch den Finanzbehörden gemeldet werden.

Mit der höheren Risikoeinstufung ist gemeint, dass die Wahrscheinlichkeit einer immer genaueren Überprüfung durch den Fiskus grösser wird. Es muss zudem damit gerechnet werden, dass die gesamte Gestaltung als Gestaltungsmissbrauch interpretiert wird und man hier in die Pflicht kommt, das Gegenteil zu beweisen, was wiederum langwierig und unangenehm sein kann.

Bei einer höheren Risikoeinstufung musst du umso genauer auf die korrekten Verhaltensweisen achten, die im Rahmen der Gestaltung vorgesehen sind und darfst dir möglichst keine Fehler leisten.

Grundlage der Risikoeinstufung

Die Grundlage der Risikoeinstufung bildet unsere Annahme, dass du in einem Land wie Deutschland, Österreich oder der Schweiz lebst und dort steuerpflichtig bist. Falls du in eine andern Land lebst, gibt es andere Einschätzungen und Lösungsansätze.

Übertragbarkeit und Anpassungen

Diese hier aufgeführten Strategien sind quasi Fallstudien, die nie 100% auf deine persönliche Situation zutreffen. Hier ist einwenig Kreativität und Flexibilität gefragt. Keine zwei Lösungen können absolut deckungsgleich sein. 

Diese beschriebenen Modelle musst du dir “zu eigen machen”. Im Englischen gibt es dafür ein Begriff: “make it your own”. Dieser Denkansatz ist auch hier gefragt. Unsere Beratungsdienstleistung zielt explizit darauf ab, funktionierende Gestaltungen, ähnlich einer betrieblichen Software, auf diene Bedürfnisse anzupassen und zu “customizen”.

Philipp Burger

Philipp Burger ist ein gefragter Berater für internationale Steuerplanung, internationale Firmengründungen, Offshore Banking und globale Staatsbürgerschaften. Er hat diesen Lebensstil über Jahre persönlich gelebt und hilft nun erfolgreichen Privatpersonen, Unternehmern und Investoren, ein freies Leben zu führen - genau nach dem Motto: "Free life is our passion!"


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